Besser leben. Besser wohnen. Besser machen.

Es ist ein Jahrhundert Thema: die Rettung unserer Zukunft. Und dieses Ziel ist gar nicht so aufwendig, wie wir es uns oft vorstellen. Mit kleinen Schritten und einfachen Anpassungen lässt sich beinahe alles bewerkstelligen, was gut für unsere Umwelt ist. Neugierig?
 

Ein kleiner Schritt für uns … Ein großer für den Planeten

„Ach, was bringt das schon!“ Dieses Argument hört man immer wieder, wenn es um den ersten Schritt in Sachen Nachhaltigkeit geht. Zwei bis drei Sätze später zieht man über die USA oder China, als die Ausgeburt der Klimazerstörungshölle her und attestiert den eigenen Taten kein Gewicht. Nicht mit uns! Würde jeder Erdenbürger so unsparsam mit Energie und Umwelt umgehen, wie wir, so bräuchten wir sage und schreibe über drei Erden! Setzen wir diese Zahl in Relation mit der Verteilung unseres Energiehungers, so wird einem beinahe schwindelig. Über zwei Drittel unserer Energie wird zum Heizen unserer Räume verwendet. Und dieser Energieaufwand ist Fachleuten zufolge ein absolutes Luxusbedürfnis und in Zeiten von absolut überheizten Räumen und der „Beim-Fenster-Hinaus-Heizen-Mentalität“ ein Kostenpunkt mit beinahe absurdem Einspar-Potential. Deshalb: „Keine Ausreden mehr!“
 

„One bag less“ – beim Einkauf

Es ist nicht immer einfach, das Richtige zu tun. Und manchmal befindet man sich buchstäblich auf dem Holzweg. Auch wenn die Plastiktüte in Sachen Ökobilanz nicht den besten Ruf genießt, ihr brauner Artverwandter (die Papiertüte) ist nicht zwingend ein Klimaheiliger. Die Tüte aus dem nachwachsenden Rohstoff verbraucht in Wuchs und Herstellung dreimal mehr Energie als der Verwandte aus Erdöl. In Folge müsste die Papiertasche dreimal so oft verwendet werden als die Papiertüte. Die einfache Lösung dieses schweren Problems: Verwenden Sie den guten alten Einkaufsbeutel! Der Profitrick ist hierbei genial. Einfach zwei oder drei Exemplare in den Kofferraum legen und nie wieder auf Einkaufstaschen angewiesen sein – versprochen.
 

Die Sache mit dem Plastik

Mikroplastik ist nicht nur ein aktuelles Thema. Glaubt man der gegenwärtigen Forschung, werden Klein- und Kleinstteile aus Plastik ein Jahrhundertproblem für unsere Nachkommen. Der Kunststoff wandert auf unterschiedlichen Wegen in unsere Nahrungskette ein und setzt sich auf Umwegen in jedem Lebewesen des Planeten fest. Wer einen Teil zur Vermeidung von Mikroplastik beitragen möchte, der kann auf Kosmetikartikel, die mit kleinen Kügelchen aus Kunststoff versetzt sind verzichten. Auch synthetische Fasern sind aus der Mikroplastik-Perspektive ein Problem. Kleidung aus Naturfasern ist eine Möglichkeit das Maß an Mikroplastik zu senken. Denken Sie dran, auch ein kleiner Schritt bringt uns näher ans Ziel. In Sachen Möbel sind natürliche und unbehandelte Holzoberflächen der Weg in eine Welt mit bedeuten weniger Kunststoff.
 

Wasser Marsch! Oder eben nicht.

Zeit für Zahlen. 123 Liter Trinkwasser gehen durch die Hände eines jeden Bundesbürger und das pro Tag! Einer statistischen Erhebung aus dem Jahr 2017 zufolge setzt sich unser durchschnittlicher Wasserverbrauch wie folgt zusammen:

Duschen, Körperwäsche, Baden – 36 %
Toilettenspülung – 27 %
Waschmaschine – 12 %

Wer dem Planeten (und seinem Geldbeutel) etwas Gutes tun möchte, der spart sich die rund 140 Liter Wasser für ein Vollbad und geht hierbei lieber duschen! Unter der Dusche verbrauchen wir nur rund 15 Liter Warmwasser pro Duschminute. Ach, während des Einseifens und der Dusch-Arie muss nicht zwingend das Wasser laufen. Und auch während des Zähneputzens darf der Wasserhahn gerne auf „aus“ gestellt werden.
Mit modernen Perlatoren und einer Prise „gesundem Menschenverstand“ lässt sich der Wasserverschwendung sehr einfach den Zahn ziehen.
 

Müll? Sparen!

Rund die Hälfte seines Lebendgewichts in Verpackungsmüll „erzeugt“ jeder Deutsche in einem durchschnittlichen Kalenderjahr. Mit diesen 37 Kilo Müll liegt der Deutsche rund 6 Kilo über dem EU-Durchschnitt! Weniger To-Go-Kaffeebecher, weniger Plastiktüten, weniger Waren mit Verpackung kaufen und mehr Einkauf beim regionalen Erzeuger sind einfache Schritte, die nicht nur finanzielle Vorteile haben; sondern oft auch noch besser schmecken. Für wirklich emsige Müllsparer gibt es inzwischen Warenanbieter, die Lebensmittel und sogar Kosmetikprodukte „lose“ also ohne Verpackung anbieten ohne dabei Abstiche in Sachen Haltbarkeit oder Qualität zuzulassen. Das Leben kann so schön sein – ohne Verpackung.

 

Lebensmittel sind kostbar

Jetzt geht es ans Eingemachte. Jedes dritte Lebensmittel in Deutschland wandert ungesehen in die Tonne. In einer Zeit, in der Menschen Hungerleiden oder an Mangelernährung sterben, ist diese Zahl nicht zu akzeptieren. Neben der Tatsache, dass „unschöne“ Waren (die in Sachen Qualität über jeden Zweifel erhaben sind) es nicht auf den Lebensmittelmarkt schaffen, weil diese unverkäuflich sind. Ist es der „hirnlose Shoppingwahn“, der Tausende Tonnen Lebensmittel im Jahr verschwendet. Die unreflektierte Befolgung des MINDESThaltbarkeitsdatums gehört ebenso zu den Gründen für unsere Lebensmittelverschwendung. Die Lösungen hierfür sind einfach; sehr einfach.
Mehr Vertrauen auf Augen, Nase und den Geschmackssinn (in Sachen Haltbarkeit) und mehr Herz und Hirn beim Einkauf könnten jedes Jahr eine sagenhafte Vielzahl an Lebensmittel retten. Und nebenbei spart man sich hierbei Geld, Geld, Geld und Klima-Karma-Punkte.

 

Glas oder Plastik – die Sache mit der Flasche

Geht es um den Klima-Fußabdruck unserer Getränkeverpackung, so müssen wir Sie enttäuschen. Auch wenn man auf den ersten Blick meinen würde, dass Glas bedeutend „grüner“ sei als Plastik, so muss man hier widersprechen. Durch das höhere Glasgewicht, die Kosten für Reinigung und Logistik und das Pfandsystem sind Plastik und Glasflaschen aus ökologischer Sicht beinahe gleichwertig. Geht es um Ressourcen-Schonung und das Problem Mikroplastik ist die gute alte Glasflasche immer noch ein Dauerbrenner. Und Hand aufs Herz: Wasser aus der Glasflasche schmeckt (gefühlt) um Welten echter und ehrlicher …

Richtig heizen und auch noch sparen

           
Der größte Punkt in Sachen Energiehaushalt und Energie-Verschwendung? Genau; die Heizung. Bei der Heizung und unseren Heizgewohnheiten schlummert das größte Einspar-Potential. Selbst mit kleinen Life-Hacks wie ein programmierbares Thermostat lassen sich 10 % unserer Heizkosten einsparen! Nimmt man die Vorteile von Cloud-Thinking und künstlicher Intelligenz dazu, so kann eine smarte Heizsteuerung bis zu 30 % unserer Ausgaben für die Raumwärme einsparen.
Im Zusammenspiel mit modernen Smart-Home-Bauteilen erkennt unsere Heizung, ob sich ein Bewohner im Haus oder der Wohnung befindet und ob eine Heizung gerade notwendig ist. Im Zusammenspiel mit guter Isolierung und innovativen Details bleibt das Raumklima perfekt, bei bedeutend weniger Energieaufwand.

 

Das war unser Tipp des Tages. Wenn Sie mal einen Tipp verpasst haben, müssen Sie nicht traurig sein. Sie finden diesen dann unter Ratgeber & Trends und können sich dort immer wieder neu inspirieren lassen ... Bis morgen!