Jetzt erst recht – der zweite Frühling

Altes Eisen? Von wegen! Mit der Rente startet ein neuer und spannender Lebensabschnitt. Die Kinder sind aus dem Gröbsten (und dem heimischen Kinderzimmer) entwachsen, das Eigenheim ist schuldenfrei und im Lebensmittelpunkt steht nun endlich Selbstverwirklichung und Träume, auf die man lange Zeit warten musste.

Der zweite Frühling ist eine spannende und interessante Herausforderung, auf die man sich hervorragend vorbereiten kann. Körperliche Einschränkungen gehören dazu; aber wir müssen uns mit diesen nicht abfinden. Für beinahe jedes Wehwehchen gibt es eine passende und erprobte Lösung. Eigenständig, stolz und vor allem glücklich wohnen als Senior? Mit der passenden Vorbereitung – kein Problem!

Wir fassen kurz zusammen, welche Punkte man im Hinterkopf behalten sollte, damit der Alltag „später“ einfach und ohne Sorge zu genießen ist. Unsere Wohnungstipps für den zweiten Frühling.

Barrierefreiheit – das ist wichtig

Barrierefreiheit wurde zu einem wichtigen Schlagwort der Wohungs- und Häuserplanung der heutigen Zeit. Grundgedanke hierbei ist, die Planung des Wohnraums (und dessen Zugänge) ohne Hindernisse. Unsere Mobilität ändert sich. Selbst die fitteste Marathonläuferin setzt sich irgendwann „ zur Ruhe“ und schlägt ein eher gemäßigteres Tempo an.

Aus Laufschuhen werden Hausschuhe und spätestens in diesem Lebensabschnitt sind hohe Treppenstufen ein lästiges Übel, das man mit sinnvoller Planung vermeiden kann. Rollstuhl und Rollator erlauben selbst bei größeren körperlichen Einschränkungen eine selbstbestimmte Mobilität. Jedoch nur, wenn keine unüberwindbaren Hindernisse im eigenen Zuhause lauern.

Barrierefrei bedeutet Freiheit und Selbstbestimmtheit; selbst wenn die eigene Mobilität eingeschränkt ist.

Draußen nicht vergessen

Wer sich seinen Lebenstraum vom Häuschen im Grünen erfüllt hat, der sollte Barrierefreiheit auch für den Garten einplanen.

Eine Rampe ins Grüne ist eine planerische Alternative und ermöglicht später unkomplizierte „Reisen“ auf die Terrasse oder auf die Pergola. Ebenso der Eingangsbereich sollte ohne Stufen und Schwellen geplant werden. Mit dieser klugen Vorbereitung ist man für etwaige Einschränkungen bestens vorbereitet.
Kurz zusammengefasst sollte Ihr Zuhause ohne Stufen, Schwellen und hohe Einstiege konzipiert sein.

Doppelt hält besser

Manche sind planungstechnisch leider unvermeidlich. Die Kellertreppe lässt sich in vielen Häusern leider nicht in Wohlgefallen auflösen. Eine Lebenserleichterung ist hierbei ein doppeltes Treppengeländer. Mit einem doppelten Handlauf lässt sich auch diese Treppe sicher und relativ einfach bezwingen. Und das natürlich tagtäglich.

Die Sache mit der Klingel

Apropos Wohnungstür! Ab einem gewissem Zeitpunkt haben sich unsere Ohren an den Lärm der Welt gewöhnt. Eine etwas lautere Wohnungsklingel schadet nicht. Eine weitere Alternative, sind smarte Systeme, die das Smartphone und unser Smart Home System mit einbinden. Zum akustischen Klingelsignal kommt dann eine optische „Bimmel“. Es wäre ja auch schade, wenn man das Paket verpasst, nur weil man kurz die Klingel überhört…

 
Türen prüfen!

Der Flur und unsere Türen brauchen eine gewisse Breite. Ansonsten ist ein Flaschenhals im Fall der Fälle vorprogrammiert. Eine Tür sollte min. 80 cm breit sein, um ungehindert mit Rollstuhl oder Rollator passieren zu können. Hier gilt natürlich die alte Faustregel: „Mehr hilft mehr.“ Wer es sich in Zukunft sehr einfach machen möchte, der wählt einen größeren Türausschnitt. Auch Flur oder Gang sollte ein gewisses Maß an Breite bieten, damit man mit etwaigen alternativen Mobilitätsgeräten sicher und behände in den Alltag starten kann.

Mobil bleiben

Mobil sein bedeutet, dass unsere Hotspots und Lieblingspunkte in unserem Zuhause einfach und sicher zu erreichen sind. Möglicherweise gilt es hierbei alte Zöpfe abzuschneiden und den ein oder anderen Umbau anzupacken. Das schönste und liebgewonnene Highlight der Wohnung bringt nichts, wenn Sie es nicht einfach und ohne Risiko erreichen können. Wer im Alltag mit wachen Augen und diesem „ Mobilitäts-Bewusstsein“ durch Wohnung und Haus wandert, der erkennt Problemstellen direkt. Und ein erkanntes Problem ist beinahe ein erledigtes Problem …

Achtung auch bei der Küche

Auch die Küche sollte vorbereitet sein auf unseren zweiten Frühling! Hochschränke sind eine fiese Plackerei. Und die Arbeitshöhe sollte natürlich auch bandscheibenfreundlich sein. Der Kühlschrank braucht kein XXL-Maß mehr, wenn wir eine herrliche Zweisamkeit leben und warum sollte man sich mit einer bodentiefen Spülmaschine das wunderbare Frühstück vermiesen.

Für neue Lebensumstände gibt es passende und nachhaltige Lösungen. Ein fähiger Küchenplaner macht aus der scheinbar perfekten Küche eine absolut perfekte Küche für den zweiten Frühling. Keine Angst vor neuen Geräten und Innovationen! Moderne Geräte, moderne Dunstabzugshauben und ein moderner Kühlschrank haben mehr Vor- als Nachteile und sorgen für einen ziemlich leckeren Lebensabend.

Wellness in der Wanne

Barrierefrei Duschen und Baden ist ein Segen. Auch rutschfeste Fliesen und genügend Platz zwischen Toilette und Waschbecken erleichtern ein eigenständiges Leben ungemein. Das Badezimmer kann mit ein wenig Planung und professioneller Unterstützung schnell und effizient auf einen barrierfreien Stand gebracht werden. Damit das Luxusvollbad auch in Zukunft einwandfrei genossen werden kann.