Wohnen ist Lifestyle

Zwischen gemütlich und global… muss man sich nicht wirklich entscheiden. Zuhause ist beides möglich.

Die Menschen suchen laut Trendforschern derzeit ein ruhiges, warmes Nest zum Entspannen und Entschleunigen – einen Rückzugsort von der aufgewühlten, konfliktreichen und digitalen Welt. Wo man gemeinsam mit netten Menschen Erinnerungen genießt und neue erschafft. Mit neu interpretierten Klassikern und Lieblingsstücken, die auch digitale Nomaden bei jedem Umzug mitnehmen.

Gleichzeitig wird die technische Grundausstattung unserer Wohnungen umfangreicher und fortschrittlicher. Die Technik fügt sich immer häufiger unauffällig ein, nicht nur coole Spielerei, sondern selbstverständlicher Komfort. LED-Licht, das Akzente setzt, wird smart gesteuert, unterstützt unsere Stimmung und spart energieeffizient Kosten.


Aktuelle Wohnkonzepte

Dieses Jahr dreht sich alles um Wohnkonzepte. Architektur, Inneneinrichtung und Design von Möbeln berücksichtigen zunehmend Themen wie Smart Home, den demografischen Wandel und veränderte Geschlechterrollen.

Die eigene individuelle Wohnung ist für die meisten Deutschen der Rückzugsort, an dem man sich wohlfühlt und entspannt, ein Raum für gestalterische Freiheit und für persönliche Vorlieben. Singles, Familien und ältere Menschen haben unterschiedlichen Bedarf an Barrierefreiheit oder Intimsphäre. Technikaffine Menschen wollen ein Smart Home. Die Küche verschwindet im Grundriss zunehmend. Bei kleinen Wohnungen ergänzen sich funktionale und ästhetische Aspekte. Wohntechnink nimmt insbesondere älteren Menschen Arbeit ab und die Bereiche Küche-Essen-Wohnen verschmelzen zu einer schicken Einheit.

Conceptual Living - modulare Wohneinheiten

Der kleiner werdende Wohnraum stellt nicht nur Architekten, sondern auch Designer vor Herausforderungen, denn dazu passende Multifunktionsmöbel werden immer wichtiger. Das „Conceptual Living“ will Möbelstücken mehr als eine Funktion zuweisen: Mittels praktischen Wandelementen und verschieden einsetzbaren Möbelstücken wird die Wohnung in einzelne Funktionsbereiche unterteilt.

Hatte früher ein Raum eine Funktion, so verschwimmt diese Grenze heute zunehmend: Beispielsweise wird das Gästezimmer auch als Home-Office Büro oder das Wohnzimmer auch als Esszimmer genutzt. Raumstrukturen werden dabei durch „Raumzonen“ ersetzt und bei Bedarf lässt sich dessen Funktion flexibel variieren.
Ein wichtiges Mittel dafür sind offene Grundrisse und modulare Wohnelemente, dank denen die Wohnung an verschiedene Lebensphasen angepasst werden kann. Das Wohnzimmer schrumpft beispielsweise in Zeiten, in denen die Bewohner viel von zu Hause aus im eigenen Büro arbeiten müssen. So haben Sie alle Freiheiten der Planung und Gestaltung der eigenen vier Wände.

Natürlich und flexibel wohnen

Bei Möbeln hat sich die Design-Evolution vor allem beim Innenleben fortgesetzt. Bei den Materialien überzeugen grüne Produkte: PEFC- oder FSC-zertifiziertes Holz, zertifizierte Textilien, nach der Lebenszeit trennbare Komponenten, nachhaltige Materialien oder ökologische Leime und Lacke.
Bei den Bezugsstoffen für Polstermöbel punkten daher Naturfasern. Cord und Samt spielen aber weiterhin eine große Rolle.

Auffällig im Polstermöbelbereich ist das große Angebot modularer Sofaelemente. Tragbare Einzelstücke können immer so zu einem „ganzen“ Polstermöbel zusammengestellt werden, wie man es gerade braucht.


Natur auf dem Boden

Kaschmir-Ziegenhaar und Schurwolle für warne Füße. Draußen erwacht die Natur aus dem Winterschlaf. Die steigende Lichtintensität im Frühling weckt die Lust auf Veränderung und den Wunsch, die kräftigen Farben ins Haus zu holen. Farbkombinationen, die von der Natur inspiriert sind, passen zueinander. So werden etwa Zitronengelb, Moosgrün, und Rosé zu einer Farbwelt des Frühlings. Wer es ruhiger mag, orientiert sich an der Gelassenheit eines Flussufers – mit den Farben nebel- und Kiesgrau, kombiniert mit Torfbraun und Marzipanbeige. Ebenfalls im Trend sind satte Grün- und Blautöne, die an fließenden Gewässern oder einen Tannenwald erinnern.
Mit einem Teppichboden aus Naturhaar kann man diese Vorstellungen gut zu Hause umsetzten. Schnittfestes Flormaterial, das etwa aus einer Mischung von Kaschmir-Ziegenhaar und Schurwolle besteht, kann als einzelner Teppich mit oder ohne Bordüre oder in Form von Teppichbahnen, -fliesen und -dielen in Mustern wie Streifen, Karos oder Blumen auf dem Boden verlegt werden. Denn Teppiche mit Naturhaar sind nicht nur schön und flexibel, sie wirken sich auch positiv auf das Wohnklima aus. Unter anderem nehmen sie Feuchtigkeit auf und geben diese bei Bedarf wieder ab, so dass sich die Raumluft verbessert.

Dem nicht genug binden die natürlichen Fasern aus Kaschmir-Ziegenhaar und Schurwolle auch Feinstaub. Dieser tritt nicht nur auf den verkehrsreichen Straßen auf, sondern auch im Hausinneren. Oft ist mit Naturhaarteppichen die Feinstaubbelastung im Zimmer sogar niedriger als bei Glattböden wie Parkett oder Fliese. Wie kann das sein? Ist der Boden glatt, werden die Staubpartikel durch Bewegung und Luftzug aufgewirbelt und können beim Einatmen eine Allergie auslösen. Teppichböden binden die Teilchen jedoch zum großen Teil durch die rauen Fasern, bis sie abgesaugt werden.


Koralle bringt Power ins Zuhause

Das Farbspektrum von Europablau über Hellblau, Türkis zu Petrol ist weiterhin beliebt. Denn neben seinen klassischen Bedeutungen wie Harmonie und Beruhigung steht Blau auch für Reinheit und zunehmend für ein plastikfreies Meer. Das sanfte Olivgrün bleibt uns ebenfalls erhalten, denn es erinnert an Natürlichkeit, Frühling, Hoffnung, Gesundheit und Natur. Pantone hat „Living Coral“, einen lebensbejahenden Rot-Orange-Ton, als Farbe des Jahres 2019 ausgerufen. „Living Coral“ ist appetitanregend in jeder Hinsicht, Symbol für den Wunsch nach intensiven Erfahrungen.

Mehr Struktur für Ihr zu Hause – Wände in schimmernder Optik

Es muss nicht immer Tapete sein: Strukturierte Wände verbinden Ihre Haptik mit einer besonderen Optik und dreidimensionaler Tiefe. Durch die Art der Verarbeitung erhält jede Fläche somit einen unverwechselbaren Look – und die Wand wird zum Unikat. Viel Aufwand, Erfahrung oder umfassendes Fachwissen braucht es nicht. Im Handumdrehen wird jeder zum Wand-Verschönerer und kann individuelle Akzente setzen. Besonders angesagt, sind aktuell schimmernde Flächen, ob in einem warmen Goldton oder in einem eher kühleren Silber.