Wohlklingend – warum Sie beim Einrichten auf Ihre Ohren hören sollten

Sie wollen Zuhause eine entspannte Geräuschkulisse? Wir helfen Ihnen dabei sie zu erschaffen.


Jeden Tag, rund um die Uhr nehmen wir sie wahr, die Geräusche um uns rum. Vogelgezwitscher, Automotoren, Kinderlachen, die Unterhaltung der Nachbarn, Toilettenspülungen, Kühlschranksummen, Baumaschinen, Klingeltöne, Radio, etc. Wo Menschen leben ist auch Technik – sind auch Geräusche. Unser Hörsinn erfasst jedes Geräusch um uns rum und versucht es zu lokalisieren und einzustufen. Ist es laut oder leise, unangenehm oder angenehm. Haben wir und an einen gleichmäßigen Pegel in unserem Umfeld gewöhnt so können wir und daran gewöhnen und fühlen und auch sicher damit, weil er vertraut ist. Aber es gibt Geräusche, die werden zu Lärm und schaffen uns Unbehagen.

Was heißt eigentlich Lärm?

Unser Lärmempfinden ist sehr individuell und richtet sich nach unserer Gemütsverfassung. Egal wie laut die Geräusche sind, indem Moment wo Sie uns stören, wird er als Lärm empfunden. Und wenn wir uns gestört fühlen, empfinden wir dies als Belastung und sind gestresst. Dies kann durch unterschiedliche Geräusche hervorgerufen werden. Es sind Geräusche gegen die wir nichts tun können, wie der Krankenwagen, die Fehlzündung eines Autos oder der bellende Hund in der Nachbarschaft. Jeder Mensch aber hat ein anderes Empfinden was die Tonfrequenzen angeht. Die einen reagieren eher auf die hohen schrillen, die anderen auf die dumpfen hefteigen.

Alle Geräusche, die wir wahrnehmen, sind eigentlich nur Luftdruckschwingungen, die auf unser Trommelfell treffen. Erst wenn sie an unser Gehirn weitergeleitet werden sie dort in Informationen umgewandelt.

Zuhause haben Sie den Lärm in der Hand

Die unzähligen Elektrogeräte in unserer Wohnung geben Geräusche von sich. Die Kaffeemaschine, der Geschirrspüler summt solange er läuft und piept, wenn er fertig ist, der Staubsauger, die Küchengeräte und natürlich ... das Handy. Aber auch „das Leben“ in der Wohnung und um sie herum ist nicht zu überhören. Die Kinder beim Zanken, diverse Haustiere, Musik und die Nachbarn, der Rasenmäher und die Baustelle. Einen kleinen Teil können Sie in Ihrem Haushalt beisteuern in dem Sie auf die Dezibel Angaben achten, wenn Sie neue Elektrogeräte kaufen.

Die Maßeinheit Dezibel

Die geringste wahrgenommene Lautstärke, also der leiseste Ton, den ein Mensch hören kann liegt bei 0 Dezibel. Lautstärken um die 50 dB sind für uns angenehm, wohingegen bei etwa 100 dB die Unbehaglichkeitsschwelle und bei rund 120 dB die Schmerzgrenze erreicht ist.
• 0 dB: Hörschwelle
• 10 dB: Atem
• 15-20 dB: leichtes Blätterrauschen
• 30-40 dB: ruhige Wohnlage oder leise Unterhaltung
• 40-60 dB: normale Sprache
• 70 dB: laute Sprache oder ein belebtes Büro
• 80-85 dB: Rufen und Schreien oder starker Straßenverkehr
• 90-100 dB: Discothek, Presslufthammer
• 110 dB: Eilzug, Kreissägen
• ab 120 dB: startende Düsenflugzeuge, Explosionen

Die Klangqualitäten eines Raumes

Unsere heutigen Bedürfnisse und Ansprüche an eine moderne Wohnung sind Weitläufigkeit, offen gestaltete Räume, wie Wohnzimmer mit integrierter Küche oder Loft ähnliche Behausungen. In der Gestaltung verzichten wir immer mehr auf Vorhänge, üppige Dekoration und Teppichböden.
Dies fördert natürlich nicht den harmonischen Hintergrundpegel in der Wohnung. Je größer und höher die Wohnung oder der Raum, je halliger ist sie. Die sprachliche Verständigung wird schlechter und die allgemeine Geräuschbelastung nimmt zu.
Die Akustik in alten gotischen Kirchen wurde zum Beispiel bewusst so ausgelegt, um den Menschen durch den Hall die Macht Gottes zu verdeutlichen. Jetzt wollen wir die Macht Gottes, was den Hall angeht, gerne in der Kirche lassen und versuchen den Hall in unserm Zuhause zu brechen.
 

Die Schallbrecher

Je leerer der Raum, umso lauter ist er. Wenn Ihnen der Raum, nachdem Sie ihn eingerichtet haben immer noch zu sehr halt, dann checken Sie die folgende Liste und schauen was Sie noch tun können, um eine entspannte Klangatmosphäre in Ihre vier Wände zu bekommen.
  • textile Bodenbeläge
  • Vorhänge (leichte Stoffe lassen sich füttern, um den Raumklang zu verbessern)
  • Wandpaneele mit Stoffoberflächen
  • Möblierung (nicht zu spärlich, jeder Ohrensessel zählt)
  • andere textile Materialien (Baumwollputz, Textiltapeten)
  • Zimmerpflanzen

Bilder Im normal Fall haben Sie mit Ihrer Einrichtung den Schall schnell im Griff. In großen Räumen müssen Sie nicht zwangsweise Teppichboden auslegen, ein kuscheliger Teppich in der Sofaecke recht oft aus.

Wohnen sie aber gerne sehr reduziert und lieben glatt verputzte Wände und harte Bodenbeläge, dann lässt sich der Schall auch mit Schallabsorbern oder speziellen Akustikflächen mindern. Hier empfiehlt es sich, einen Fachmann zu Rate zu ziehen, der genau berechnen kann, an welcher Stelle und in welchen Größen solche Paneele benötigt werden, um einen angenehmen Raumklang zu erreichen.

Und wenn es mal zu laut wird, dann versuchen Sie sich kurzfristig mit anderen Mitteln zu helfen…